Beiträge zum Stichwort »Vientiane«
Wat Xieng Khuan - Buddha Park
Der heutige Tag führte uns mit der Buslinie 14 von Talat Sao (Morgenmarkt) nach Wat Xieng Khuan. Die Busfahrt erwies sich als abenteuerlich! Eine von den berüchtigten Sandpisten der Hauptstadt führt in den ca. 30 Kilometer südlich von Vientiane gelegenen Buddha Park. Unterwegs trafen wir eine feiernde Gemeinschaft auf drei Lastwagen. Die Laoten verstehen es ebenso gut zu feiern, denn auf dem in der Mitte fahrenden Lastwagen spielte eine Liveband mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und einheimischen Instrumenten. Ein sonderliches Bild, jedoch lustig mit anzuschauen.
Im Wat Xieng Khuan sucht man vergebens nach Mönchen oder gar einem Kloster. Es ist lediglich ein Garten, in dem seit Ende der 1950er Jahre ein Mann Namens Luang Pu Bounleuang Betonfiguren der indischen, buddhistischen und laotischen Mythologie errichtete. Reiche Spender unterstützten den Mann in seinem Schaffen und versuchten somit, etwas Gutes für ihr eigenes Karma zu tun.
Inzwischen ist ein sehr skurriler Park entstanden, der aber den Eintritt von 5.000 Kip rechtfertigt. Die wohl prächtigste Figur der Anlage ist ein kürbisartiges Gebäude, das etwa 9 Meter in die Höhe ragt. Durch das Maul eines Njak gelangt man ins Innere und auch auf das Dach der Konstruktion. Von hier oben hatten wir einen sehr guten Überblick über den gesamten Park.
Nam-Ngum-Stausee Provinz Vientiane
Für den heutigen Tag hatten wir uns einen Ausflug zum etwa 100 Km nördlich von Vientiane gelegenen Nam-Ngum-Stausee vorgenommen. Vom Talat Sao (Morgenmarkt) fahren fast stündlich Busse in Richtung Thalat. Für die Fahrtstrecke ist ein Entgelt von 9.000 Kip (0,76 EUR) pro Person fällig. Angenehm ist aber die Tatsache, dass sowohl Einheimische als auch Ausländer den gleichen Preis zu zahlen haben. Das ist nicht immer so! Oft wird ein kleiner Aufschlag von 2.000 bis 4.000 Kip fällig. Nicht viel, aber doch etwas ungerecht, denn schließlich ist nicht jeder Ausländer gleich eine Geldmaschine!
Der Nam-Ngum-Stausee entstand Anfang der 1970er Jahre, als eine Staumauer für ein Wasserkraftwerk errichtet wurde. Heute ist der Stausee vor allem an Wochenenden ein sehr beliebtes Ausflugsziel für die Laoten. Für ausländische Touristen erscheint mir dieser Platz fast wie ein kleiner Geheimtipp, denn wir waren neben einem schweizerischen Pärchen die einzigen gesichteten Ausländer auf dem riesigen Areal. Es gibt auch sehr nette Gästehäuser auf den unzähligen kleinen Inseln, die in der Folge der Flutung des Tals entstanden sind. Einst waren es Bergkuppen, heute sind es Inseln.
Wir entschlossen uns für eine einstündige Fahrt auf dem See. Nach zähen Verhandlungen schipperten wir also für ca. 4,60 EUR auf dem riesigen See. Wenn man den gesamten See erkunden möchte, oder gar den Holzeinschlag der unter Wasser eingeschlossenen Bäume beobachten möchte, braucht man mindestens zwei oder drei Stunden auf dem See. Uns langte jedoch die eine Stunde, denn im Gegensatz zu den vergangenen Tagen ist es wieder sehr heiß geworden.
In den nächsten Tagen wollen wir uns noch den Buddha-Garten Wat Xieng Khuan anschauen, um vermutlich am Montag nach Lak Sao weiterzureisen.
Spaziergang durch Vientiane
Nachdem wir gestern auf der wohl bergigsten Etappe von Luang Prabang nach Vientiane auf der Nationalstrasse 13 gefahren sind, erlebten wir die sonderlichsten Erfahrungen während dieser Busfahrt. Ungefähr vier Stunden lang schlängelte sich der Bus alle 50 Meter nach links nach rechts, und wieder nach links und wieder nach rechts. Selbst der stärkste Magen hat auf dieser Tour mit den Problemen der Fliehkräfte zu kämpfen! Einigen Leuten im Bus erging es ähnlich schlimm wie uns ... das war unser Trost! Gegen 17.30 Uhr erreichten wir dann auch mit kleiner Verspätung Vientiane. Die Suche nach einem Guesthouse stellte uns auf eine harte Probe, da fast alle Häuser ausgebucht waren. Mit dem Tuk Tuk kreisten wir fast eine Stunde durch die Hauptstadt, ehe wir beim That Dam, einer kleinen Stupa, das Bouasy Guest House fanden. Es ist ein sehr neues und modernes Guesthouse, in dem wir jetzt für ca. 5,80 EUR die Nacht verbringen.
Am heutigen Tag brauchten wir eine ganze Zeit, um uns von den Strapazen der gestrigen Busfahrt zu kurieren. Nachdem aber alle Kleinigkeiten verschwunden waren, entschlossen wir uns zu einem Spaziergang durch Vientiane. Als Hauptstadt erscheint Vientiane doch sehr überschaubar und verhältnismäßig ruhig. Nicht zu vergleichen mit Bangkok in Thailand. Am Patou Say, dem gewaltigen Triumphbogen am Ende der Avenue Lane Xang, legten wir eine Pause ein. Von hier oben hat man eine guten Rundblick über Vientiane. Erstaunlich, wie grün und weit auseinander gezogen die laotische Metropole ist.
Der anschließende Fußweg von ca. 20 Minuten führte uns zum laotischen Wahrzeichen - That Luang. Seit 1991 ziert diese Stupa das Staatswappen von Laos und ist Ausdruck der laotischen Kunst- und Architekturtradition.