Beiträge zum Stichwort »Südafrika«

Donnerstag, 01. November 2007

Game Parks und Wetlands

Hlane Nationalpark Strasse

Shewula - Hluhluwe - St. Lucia 768 km

Bereits im Krüger Nationalpark sind wir auf den Geschmack gekommen, einen Self Drive mit dem eigenen Auto in den verschiedenen Game Parks (Bezeichnung für Wildparks) zu unternehmen. Es verwundert also kaum, dass wir großes Interesse an der Erkundung des Hlane Nationalparks in Swaziland hatten. Mit einer Gesamtfläche von ca. 30.000 ha ist er der größte Park seiner Art im ganzen Land und beherbergt ein grandioses Refugium an verschiedenen Tieren. Die Besonderheit liegt aber bei den Löwen, die manchmal in den frühen Morgenstunden von der Hauptstraße aus beobachtet werden können. Im Jahre 1994 wurden hier nach 30 Jahren Abwesenheit diese Tiere wieder angesiedelt. Es folgten dann auch Leoparden und Geparden. Großkatzen sind zumeist sehr scheue Tiere. Daher verwundert es wohl kaum, dass wir wieder einmal kein Glück auf unserer Spurensuche nach den wilden Tieren hatten. Hingegen sahen wir viele Nashörner und Elefanten. Wir gelangten zu der Erkentniss, dass die Tiere im Hlane Park wesentlich scheuer auf Menschen reagierten als im Krügerpark. Trotz der zum Teil sehr schlechten Wege war aber eine Erkundung mit dem eigenen Auto möglich. Jedoch braucht man an einigen Stellen im Park sehr viel Feingefühl, um das Fahrzeug sicher auf den unebenen Pisten zu manövrieren. Vermutlich ist man mit einem Allradfahrzeug besser beraten, zumal beim Verlassen des Autos eine latente Gefahr besteht! Trotzdem hatte sich das Abenteuer Hlane Park gelohnt.

Um endlich die wilden Katzen zu Gesicht zu bekommen, versuchten wir unser Glück noch einmal im Hluhluwe-Umfolzi Park. Hier leben inzwischen schon mehr als 200 Löwen und eine Vielzahl von anderen großen Tieren. Der Park zählt zum Highlight von Südafrika und ist neben dem Krüger Nationalpark wohl der schönste des Landes. Hier macht die Tierbeobachtung riesigen Spaß. Unzählige "lebendige Straßensperren" gehören zu einem Self-Drive im Park dazu. Hinter jeder Kurve könnte wieder ein Nashorn oder ein gewaltiger Elefantenbulle lauern. Im kleinen Toyota Tazz gewinnt man recht schnell respektvollen Abstand vor mächtigen Rhinos, noch größeren Elefanten oder gar einer ganzen Büffelherde. An den Wasserstellen tummeln sich unzählige Zebras, Giraffen, Gnus und anderlei Getier, nur die Großkatzen verstecken sich wieder im dichten Gebüsch des Nationalparks. Die Freude ist trotzdem riesig groß, da die Tiere wesentlich greifbarer sind, als wir es bisher erlebt hatten. Täten wir nicht in unserem kleinen Tazzy sitzen, dann könnten wir per Allrad gleich noch die Wetlands von St. Lucia komplett erkunden. So aber bleibt uns nur die Nationalstraße 2, um dem ausgedehnten Feuchtgebiet einen Besuch abzustatten. Hier gibt es die höchst bewachsenen Dünen der Welt, die weltweit höchste Dichte von Riedböcken, unzählige Krokodile und Nilpferde. Der St. Lucia Wetland Park ist ideal für ausgiebige geführte Wanderungen mit einem Ranger oder Selbsterkundungsfahrten mit eigenem Auto. Per Allradfahrzeug kann man sogar die Wetlands bis nach Mozambique befahren. Die Vegetation besticht durch Grasland und des gesamte Areal wird sowohl von Süß- als auch von Meereswasser überflutet. Das schafft ideale Voraussetzungen für Mangrovensümpfe, in denen sich die Krokodile und Nilpferde heimisch fühlen. Manchmal kann es sogar vorkommen, dass sich eines der großen Tiere bis auf die Straßen des kleinen Ortes verirrt. Vorsicht ist deshalb immer angebracht! 

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Sonntag, 21. Oktober 2007

Rundfahrt und Wildlife

Krüger Nationalpark

Hoedspruit - Phalaborwa - Krügerpark - Nelspruit 1.057 km

Durch den heißen und trockenen Norden setzten wir unsere Fahrt in Richtung Limpopo Province fort. Wir wollten einige Tage in Tzaneen verbringen, doch einige Umstände bei der Quartiersuche machten uns einen Strich durch die Reiseplanung. Leider gab es keine passenden Bleiben für uns, der einzige Backpacker wirkte alt und verlassen und andere Budget-Unterkünfte waren ausgebucht bzw. entsprachen nicht mehr den Preisangaben in unserem Reisebuch. So wurde aus der "Fairview River Lodge" ein luxuriöses Ferien- und Veranstaltungsresort, dass nun mit Übernachtungspreisen ab 75,- € aufwärts wirbt. Naja, eben eine kleine Pleite... So beschlossen wir nach Phalaborwa zu fahren. Eigentlich ein kleines und niedliches Örtchen, dass durch seine reichen Kupfer- und Phosphatvorkommen erst in den 1950er Jahren gegründet wurde. Seine ideale Lage an der Westseite des Krügerparks macht es natürlich als Übernachtungsalternative interessant, falls es im Nationalpark mal eng werden sollte. Derzeit ist aber keine Hochsaison, so dass Phalaborwa genügend Schlafmöglichkeiten bereit hält. Wir entschlossen uns für einen niedlichen Backpacker und zogen eigentlich eine Tour durch den Krüger Nationalpark in Erwägung. Allerdings schreckten uns die Preise für die angebotenen Eintages- und Mehrtagestouren ab, so dass wir bereits am nächsten Morgen zurück nach Nelspruit fuhren. Nachdem wir uns mit dem Besitzer des Backpackers in Nelspruit unterhalten hatten, beschlossen wir für den nächsten Morgen einen Self-Drive durch den Süden des Nationalparks zu machen. Also standen wir schon um 4.30 Uhr auf der Matte, um eine Stunde später am Melane Gate den Park zu passieren. Derzeit öffnen die Tore des Krügerparks um 5.30 Uhr und schließen pünktlich um 18.00 Uhr ihre Pforten. Also verblieben uns gut 12 Stunden für die Erkundung der Vielfalt der Tiere im Park. Mit über 200.000 Tieren und 147 verschiedenen Säugetierarten zählt der Krügerpark ganz sicher zum Highlight von Südafrika. Und in der Tat, die Tiere sind wirklich zum Greifen nah! Anfangs hatten wir unsere Bedenken mit einem Self-Drive durch den Nationalpark, denn welcher Mitteleuropäer hat schon Erfahrungen mit wilden Tieren dieser Art. Kaum waren wir 30 Minuten gefahren, da standen schon die ersten Elefanten auf der Straße und bildeten eine lebendige Barriere. Die Nähe zu den Tieren ist faszinierend! Offensichtlich sind es die Tiere gewohnt, dass regelmäßig Menschen in ihrer Nähe sind. Sie betrachten die Fahrzeuge als selbstverständlichen Teil ihrer Lebensumgebung. Alles schreit nach den "BIG 5", die großen Fünf des Wildparks. Zu ihnen zählen die Wildkatzen wie Leoparden und Löwen, Nashörner, Elefanten und Büffel. Doch die Artenvielfalt ist so gigantisch, dass es eigentlich kaum eine Rolle spielt, welches Tier man gerade beobachten kann. Und vermutlich trifft man hier und dort auch mal einen Löwen und Leoparden. Wir hatten leider das Pech, dass uns diese Tiere bei unseren Beobachtungen nicht vor die Augen kamen. Trotzdem war es eine interessante Zeit im Park, die nach gut 10 Stunden mit völliger Erschöpfung endete. Wir freuen uns nun auf die nächsten Wildparks von Südafrika!

Einen Grund zum feiern gab es auch noch. Südafrika hat gestern den Weltmeistertitel im Rugby gewonnen. England musste sich den "Springboks" geschlagen geben. Die Euphorie war schon im Vorfeld gigantisch und nun wird sie sicherlich noch größer sein.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007

Moholoholo Wildlife Centre

Leopard Moholoholo Wildlife Centre

Unsere Zeit in Hoedspruit sollte mit einem Besuch im Moholoholo Wildlife Rehabilitation Centre ausgefüllt werden. Ein unvergessliches Erlebnis! Für 80 Rand Eintritt pro Person kann man an einer Führung durch das Wildlife Projekt teilnehmen, die zweimal täglich stattfindet. Ausführlich bekommt man die Arbeit mit den Tieren erklärt, die im Moholoholo Wildlife Centre nach Verletzungen wieder aufgepäppelt werden. Einige der Tiere waren aber so stark verletzt, dass eine Auswilderung ausgeschlossen ist. Ihnen wird in diesem Zentrum ein wundervolles Zuhause gegeben. Zu den Bewohnern des Zentrum zählen verschiedene Vogelarten, imposante Adler und Geier, Geparden, Leoparden und riesige Löwen. Bisher hatten wir keine Vorstellung davon, wie groß Löwen wirklich sein können. Riesige Raubtiere, bei dessen Anblick einem die Gänsehaut kalt über den Rücken läuft. Zwei Stunden lang führte uns ein engagierter Tierpfleger durch die verschiedenen Tiergehege und erklärte uns mit viel Hingabe die Arbeit mit den Tieren, sowohl im Zentrum als auch in der freien Wildbahn. Beeindruckend war die Nähe zu den Tieren, so dass bei der Führung keine Langeweile aufkam. Das Wildlife Centre war sicherlich der Höhepunkt unserer Zeit in Hoedspruit.

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Dienstag, 16. Oktober 2007

Eindrücke auf der Panorma Route

Panorama Route Berlin Falls

Nelspruit - Sabie - Panorama Route - Hoedspruit 587 km

Nachdem sich das Jetlag in den letzten drei Tagen unglaublich auf unsere Gemüter legte, konnten wir endlich ausgeruhter unsere Weiterreise angehen. Die Ruhe in Nelspruits Backpacker nutzten wir zur weiteren Reiseplanung durch Südafrika. So stießen wir auf die Panorama Route und den Blyde River Canyon, so dass wir uns zur Weiterfahrt nach Sabie entschlossen. Über das nützliche Büchlein Coast To Coast, welches in jedem Backpacker Südafrikas frei erhältlich ist, fanden wir den Billy Bongo Backpacker in Sabie. Schon der Name weckte bei uns die Neugierde. Auf Anfrage war sofort ein freies Zimmer erhältlich, welches wir dankbar mit unserem Reisebudget in Einklang bringen konnten. Dieser Backpacker ist eine Partyhölle... Naja, sind mal keine weiteren Gäste da, dann macht man eben mit dem Owner of the Business ne kleine Dreimannparty. So feierten wir bis spät in die Nacht, was uns aber neben dem willkommenen Partyeffekt auch einige aufschlußreiche Dinge ans Licht brachte. Wir erfuhren am besagten Abend mehr über Südafrikas Gegenwartsprobleme, als wir es bisher in verschiedener Reiseliteratur und dem Internet erfahren konnten. Apartheid oder "Gesondertheit" ist immer noch in einigen Köpfen vorhanden und läßt die vielbeschworene "Regenbogennation" weiterhin nicht zusammenwachsen! So erhält ein normaler Schwarzafrikaner einen durchschnittlichen Tageslohn von 35 - 50 Rand (ca. 3,50 - 5,- €) für seine Arbeit, wobei hingegen die weißen Südafrikaner ein vielfaches davon verdienen. Dieses Ungleichgewicht beschwört natürlich Probleme, welches sich in Kriminalität äußert. Vorwiegend richtet sich die Kriminalität gegen die weiße Bevölkerung, die ihr Eigentum mit hohen Zäunen, Stacheldraht und Wachschutz schützt! Für uns ein äußerst ungewohntes Bild. Hingegen finden einige Schwarzafrikaner eine Anstellung als Bedienstete bei weißen Einheimischen, was wiederum eine gute Sache darstellt. Für viele Schwarze ist es enorm schwer, eine Anstellung in einem Job zu finden. Als Ursache kann sicherlich die mangelnde Schulbildung genannt werden. Wer jedoch einmal das Buch "Handbuch für Überseer - Für schweizer Kaufleute" gelesen hat, für den erhält manche Form der Bedienstetenanstellung einen bitteren Beigeschmack...  Bei Sabie beginnt und endet die berühmte Panorama Route, die auch durch ein riesiges, von Menschenhand geschaffenes, Waldgebiet führt. Dieser Wald war unlängst Schauplatz eines gigantischen Feuersturms, der weite Teile der Waldfläche komplett zerstörte. Dieses Feuer wurde von aufgebrachten schwarzen Waldarbeitern gelegt, die von ihrem weißen Waldbesitzer keinen Lohn für ihre Arbeit gesehen haben. Mehrfach stellten sie ihm ein Ultimatum, welches aber nicht mit der Auszahlung der Gehälter endete! Gegenwartsprobleme die weiterhin einen Keil zwischen die südafrikanische Bevölkerung treiben.

Trotzdem hat Südafrika seinen Reiz. Die Panorama Route führt an einigen sehr sehenswerten Wasserfällen vorbei. Davon sind meiner Meinung nach die Lisbon Falls die schönsten Fälle der Gegend. Sie liegen 8 km nördlich von Graskop. Etwa 90 m tief rauscht das Wasser in die Tiefe. Weitere Höhepunkte an der Panorama Route sind der Blyde River Canyon und die Straßenschleife mit Aussichtspunkten an der R534. Spektakuläre Aussicht auf den Canyon hat man bei God´s Window und Wonder View. Bei klarer Sicht kann man von hier aus seinen Blick bis nach Mozambique schweifen lassen. Der Blyde River Canyon zählt zu den gewaltigsten Schluchten unserer Erde. Seine Wände fallen an einigen Stellen 700 m in die Tiefe. Auf einer Länge von 26 km überwindet der Blyde River einen Höhenunterschied von 1000 m, wodurch ein spektakulärer Flusslauf durch die felsige Landschaft der Drakensberge entstanden ist.       

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Freitag, 12. Oktober 2007

Von Johannesburg nach Nelspruit

Unser Toyata Tazz

Johannesburg - Nelspruit 483 km

Ab jetzt heißt unser Reiseziel Südafrika. Man, es sind tatsächlich schon 10 Monate unserer Round-The-World Reiseerfahrung vergangen, doch es verbleiben uns noch 2 Monate voller neuer Erlebnisse und Eindrücke in der afrikanischen Welt.

Nach 17 Stunden Flugzeit und 24 Stunden auf den Beinen, sind wir am 11.10.2007 in Johannesburg angekommen. Das Jetlag wirkt nach! Nun sind wir Nachtaktiv, denn Südafrika hat mit Deutschland Zeitgleichheit, was 11 Stunden Zeitdifferenz nach Neuseeland bedeutet. Ist es hier jetzt Tag, so war es bisher für uns immer Nacht. Hoffentlich gewöhnen sich unsere inneren Uhren alsbald an das Chaos.

In Johannesburg klappte der organisierte Free Pick-Up zum Airport Backpackers relativ reibungslos. Alsbald nach der Ankunft im Backpacker verfielen wir in einen tiefen Schlaf, der auch am nächsten Morgen noch anhalten wollte. Jetlag!!! Schon bald klingelte an der Rezeption das Telefon und einige Minuten später wurde der Mietwagen angeliefert. In Südafrika funktioniert das System mit den Mietwagen wieder ganz anders als in Australien und Neuseeland. Hier bekommt man das Fahrzeug quasi frei Haus geliefert, unterschreibt den Mietvertrag und zahlt erst nach Ende der Mietdauer den Fahrzeugpreis. Für uns etwas ungewohnt, doch trotzdem funktionierte die Übergabe des Fahrzeugs reibungslos.

Nun sind wir schon auf den Straßen von Südafrika unterwegs. Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten auf Johannesburgs Verkehrsadern, fanden wir aber mit einem Umweg den richtigen Weg nach Nelspruit. Für uns waren die Eindrücke so, wie wir es erwartet hatten. Überall an den Straßen stehen fliegende Händler oder Menschen benutzen die Hauptverkehrsstraßen als Fußwege. Frauen und Männer versuchen ihr Fortkommen als Anhalter und Pickup-Trucks machen den Eindruck überfüllter Fahrzeuge wie in Asien. Wir sind echt gespannt auf Südafrika.

In Nelspruit fanden wir einen sehr schönen Backpacker, in dem wir die nächsten drei Tage verbeleiben wollen. Von hier aus möchten wir uns die nähere Umgebung anschauen, ehe wir weiter in Richtung Krüger Nationalpark und Swaziland fahren werden.

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Mittwoch, 07. März 2007

Wochenkurier Lübben - News

Interview 

Traumhafte Kulisse: André Muschick und Carolin Büttner am Saensuk Pasum Wasserfall in Pakse, Laos. Foto: Privat

07.03.2007 -

Während sich so mancher im tristen deutschen (Winter-)Wetter in die Ferne sehnt, haben sich Carolin Büttner und André Muschick aus Altdöbern diesen Traum erfüllt. Eine reine Weltreise sei der Trip der beiden Lausitzer nicht, meint André Muschick. Dennoch lesen sich die geplanten Stationen ihrer einjährigen Reise durch fremde Länder und Kulturen wie die Reiseabteilung in einer guten Bibliothek: Thailand, Malaysia, Bali, Australien, Neuseeland oder Südafrika, um nur einige zu nennen.
Am 11. Dezember letzten Jahres nahm die Reise der beiden am Altdöberner Bahnhof ihren Anfang. „Bereits während meiner ersten Asienreise durch Nepal im Jahr 1998 lernte ich die Faszination des unabhängigen Reisens ausführlich kennen. Mit Caro fand ich die ideale Partnerin, um solche Reisen zu unternehmen“, berichtet der 29-jährige André Muschick über die Beweggründe für die einjährige Reise durch die Welt. Über die Stationen Vietnam, Laos und Thailand sind sie mittlerweile in Kambodscha angekommen und besichtigten dort unter anderem die Hauptstadt des Landes, Phnom Penh. Diese ist im Übrigen von Calau, wo beide das Carl-Anwandter-Gymnasium besuchten, exakt 9.075 Kilometer Luftlinie entfernt (berechnet von: www.nucleus2000.de). 
Ein besonders prägendes Erlebnis hatte die gelernte Ergotherapeutin Carolin Büttner in Laos Hauptstadt Vientiane. „Ich wurde auf der Straße von einer alten einheimischen Frau mehrfach angebettelt, ihr etwas Geld zu geben. Die Frau sprach einige Wortfetzen Englisch, die auf zu Hause, Hilfe und Geld hindeuteten. Als ich ihr kein Geld geben wollte, wurde diese Frau sehr unfreundlich, handgreiflich und schimpfte laut. Das hat uns gezeigt, dass viele Einheimische mit ihren Sorgen, Nöten und Problemen allein gelassen werden, manchmal die Hilflosigkeit regiert und Ausländer gern als ´Geldmaschinen´ angesehen werden“, so die 22-jährige. Geld spielt auch auf dem Trip der beiden eine wichtige Rolle. So werden sie in Australien ein zweimonatiges „Work & Holiday“-Visa beantragen, um die Reisekasse aufzubessern. Natürlich gilt ein Gruß beider Abenteurer allen Daheimgebliebenen: „Auf diesem Wege wollen wir uns nochmal bei Caros Oma für die Pflege unseres Hauses bedanken. Außerdem ein Dank aus der Ferne an Karo und Susi für die Pflege unserer Katze Purzel und den Fischen“, so André Muschick. Wer mehr über die Reisestationen der beiden Abenteurer lesen will, im Internet führen sie auf www.immeraufderreise.de ein Online-Tagebuch mit vielen Fotos - zum Fernweh bekommen... Jan Hornhauer

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