Wochenkurier Lübben - News
Traumhafte Kulisse: André Muschick und Carolin Büttner am Saensuk
Pasum Wasserfall in Pakse, Laos. Foto: Privat
07.03.2007 -
Während sich so mancher im tristen deutschen (Winter-)Wetter in die Ferne
sehnt, haben sich Carolin Büttner und André Muschick aus
Altdöbern diesen Traum erfüllt. Eine reine Weltreise sei der Trip der
beiden Lausitzer nicht, meint André Muschick. Dennoch lesen sich die
geplanten Stationen ihrer einjährigen Reise durch fremde Länder und
Kulturen wie die Reiseabteilung in einer guten Bibliothek: Thailand, Malaysia,
Bali, Australien, Neuseeland oder Südafrika, um nur einige zu
nennen.
Am 11. Dezember letzten Jahres nahm die Reise der beiden am Altdöberner
Bahnhof ihren Anfang. „Bereits während meiner ersten Asienreise
durch Nepal im Jahr 1998 lernte ich die Faszination des unabhängigen
Reisens ausführlich kennen. Mit Caro fand ich die ideale Partnerin, um
solche Reisen zu unternehmen“, berichtet der 29-jährige André
Muschick über die Beweggründe für die einjährige Reise
durch die Welt. Über die Stationen Vietnam, Laos und Thailand sind sie
mittlerweile in Kambodscha angekommen und besichtigten dort unter anderem die
Hauptstadt des Landes, Phnom Penh. Diese ist im Übrigen von Calau, wo
beide das Carl-Anwandter-Gymnasium besuchten, exakt 9.075 Kilometer Luftlinie
entfernt (berechnet von: www.nucleus2000.de).
Ein besonders prägendes Erlebnis hatte die gelernte Ergotherapeutin
Carolin Büttner in Laos Hauptstadt Vientiane. „Ich wurde auf der
Straße von einer alten einheimischen Frau mehrfach angebettelt, ihr etwas
Geld zu geben. Die Frau sprach einige Wortfetzen Englisch, die auf zu Hause,
Hilfe und Geld hindeuteten. Als ich ihr kein Geld geben wollte, wurde diese
Frau sehr unfreundlich, handgreiflich und schimpfte laut. Das hat uns gezeigt,
dass viele Einheimische mit ihren Sorgen, Nöten und Problemen allein
gelassen werden, manchmal die Hilflosigkeit regiert und Ausländer gern als
´Geldmaschinen´ angesehen werden“, so die 22-jährige.
Geld spielt auch auf dem Trip der beiden eine wichtige Rolle. So werden sie in
Australien ein zweimonatiges „Work & Holiday“-Visa beantragen,
um die Reisekasse aufzubessern. Natürlich gilt ein Gruß beider
Abenteurer allen Daheimgebliebenen: „Auf diesem Wege wollen wir uns
nochmal bei Caros Oma für die Pflege unseres Hauses bedanken.
Außerdem ein Dank aus der Ferne an Karo und Susi für die Pflege
unserer Katze Purzel und den Fischen“, so André Muschick. Wer mehr
über die Reisestationen der beiden Abenteurer lesen will, im Internet
führen sie auf www.immeraufderreise.de ein
Online-Tagebuch mit vielen Fotos - zum Fernweh bekommen... Jan Hornhauer