Tier- und Pflanzenwelt:

 

Alles was wächst, gedeiht und blüht ist im Himalaya heilig. Alles lebendige wird vor allem durch den buddhistischen Glauben geschützt. Unter den Tieren gilt die Kuh als das heiligste Tier, bei den Pflanzen stehen Pipal und Banyan an erster Stelle. Die riesigen Rhododendronwälder stehen in hoher Gunst und avancierten zur Nationalblume. Diese hohen Bäume Bluete.jpg (18000 Byte)blühen von März bis April. Eine große Augenweide zu dieser Zeit bildet vor allem Ostnepal. Sehr Interessant sind auch die unzähligen Orchideen, Bambus in verschiedenen Formen, meterhohe Weihnachtssterne und Cannabispflanzen; Tagezes, die für religiöse Zwecke benötigt werden, sowie Seidelbast, aus dem das "Reispapier" gewonnen wird.

 

Die Tierwelt ist nicht minder vielfältig. Berühmt sind im Hochgebirge die Yaks, die als Lastentiere, Milchspender und Fleischlieferant dienen. Schneeleoparden, die jedoch praktisch unsichtbar sind, Panzernashörner, Tiger, Elefanten, Pfaue, Leoparden im Tiefland und Mittelgebirge.

Rhesusaffen findet man an mehreren Stellen in Kathmandu, Langur-Affen jedoch nur in den Bergen.

In Hotels, Häusern, eigentlich in allen Behausungen, findet man kleine harmlose Eidechsen, Geckos, die das ganze Ungeziefer vertilgen!

Nachts flitzen unzählige Hunde durch Kathmandu. Manche dieser Tiere tragen infektiöse Krankheiten mit sich herum, so daß von einem direkten Kontakt abgeraten wird.

 

Im Gegensatz zu Buddhisten behandeln Hindus Tiere trotz ihrer Heiligkeit oft sehr schlecht!

 

Nationalparks:

 

Vielen Einheimischen ist inzwischen die Wichtigkeit einer intakten Umwelt ins Bewußtsein gestiegen. Nepal hat im Laufe der Jahre viele Umweltschäden ertragen müssen. Unendlich große Waldflächen wurden vor allem in den Bergen gerodet, da das Holz als Bau- und Brennmaterial benötigt wird. Dadurch wurden jedoch große Flächen durch Erosion gefährdet. Mit Einsetzen der ersten Entwicklungshilfeprojekte wurden auch Nationalparks gegründet, die Rückzugsmöglichkeiten für bedrohte Tiere und Pflanzen bieten sollen. Jedoch wurde bewußt darauf verzichtet, mit aller Macht die Bevölkerung davon zu überzeugen, daß diese Parks so dringend erforderlich sind, daß eine Umsiedlung zu erfolgen hat. Integrierte Projekte wurden vorrangig gefördert, in der die Bevölkerung großen Anteil am Schutz der Umwelt beiträgt. Es werden weiterhin neue Konzepte ausprobiert, um Menschen nicht  auszuschließen, denn Nepal hat nicht genug Land, um Tier- und Pflanzenschutz vor Menschenschutz zu stellen.

 

Im Vergleich zu europäischen Ländern hat Nepal einen relativ großen Teil des Landes unter Schutz gestellt, knapp zehn Prozent.

 

Im Tiefland liegen der Royal Chitwan National Park, ein beliebtes Touristenziel, und die Wildreservate Koshi Tappu (im Osten), Royal Bardia und Royal Suklaphanta (im Westen). "Royal" bedeutet, daß in diesen Parks auch königliche Jagden veranstaltet werden können.

Im westlichen Mittelgebirge liegen der Khaptad National Park und der Lake Rara National Park, am Rand des Kathmandu-Tales das Shivapuri Wildlife Reserve, im Hochgebirge im Westen in Dolpo der Shey Phoksundo National Park, rund um das Annarpurna-Massiv die Annarpurna Conservation Area, nördlich von Kathmandu der Langtang National Park, östlich von Kathmandu der Mt. Everest National Park und der Makalu-Barun National Park.


  #Zum Seitenanfang