Luang Prabang

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Der Juwel von Laos

Luang Prabang übertrifft alle Erwartungen, und das in jeder Hinsicht. Eigentlich ist der Ort sehr klein und überschaubar. Nahezu lässt er sich in zwei Tagen gut zu Fuß erkunden, jedoch ist man mit einem Fahrrad besser beraten, da die Wege mit der Zeit doch etwas lang werden können. Malerisch am Mekong - der "Mutter aller Wasser" - gelegen, reiht sich das kleine Städtchen in die umliegenden Berge ein. Luang Prabang war einst die Hauptstadt von Laos. Der Boden der Stadt und die Umgebung atmet die Geschichte der Vergangenheit. Schon frühzeitig war die Region um Luang Prabang Schauplatz von blutigen Auseinandersetzungen zwischen revalisierenden Königen und deren Truppen. Im Jahr 1353 kämpften sich die Truppen des Reichsgründers Fa Ngoum das Tal des Nam Khan hinab. Viele Könige wurde in der Stadt gekrönt, aber auch unzählige Kriege geführt. Jedoch nicht immer erfolgreich, denn die Burmesen eroberten mehrmals die Stadt. Die Geschichte der Stadt lässt sich sehr gut an den unzähligen jahrhundertealten Pagoden, der französchischen Stadtbebauung und der übriggebliebenden Fliegerabwehrkanone auf dem Berg Phousi nachvollziehen.

Mit den umliegenden Bergen und der reizvollen Landschaft, den malerischen Wasserfällen und atemberaubenden Flussläufen verleiht die Umgebung der Stadt den Reiz, der heute viele Besucher in seinen Bann zieht.

Der nördlichen Lage und der gebirgigen Umgebung ist es zu verdanken, dass es in der Stadt längst nicht so heiß wird, wie in anderen Landesteilen von Laos. Jedoch sei darauf hingewiesen, dass es insbesondere in den Monaten Dezember - Januar in den Morgenstunden sehr kühl werden kann. Die Temperatur sinkt dann schon mal unter 10° C, obwohl es am Tag aber auch bis 30° C warm werden kann.

An dieser Stelle ein paar Tipps: 

Luang Prabang sollte man unbedingt per Slow Boat besuchen. Die Flussfahrt auf dem Mekong ist schon ein Abenteuer für sich. Man verbringt zwar zwei Tage auf dem Fluss, jedoch die Aussicht und die Erlebnisse sind sehr eindrucksvoll. Vom Speed Boat würde ich persönlich abraten, da sie unheimlich laut, teuer und lebensgefährlich sind!

Die Stadt und die Umgebung haben sehr viel zu bieten. Allein schon die Bewunderung der unzähligen Tempelanlagen nimmt einen ganzen oder gar zwei Tage in Anspruch. Besonders sehenswert ist das Wahrzeichen der Stadt, der Aufstieg auf den heiligen Berg Phousi. Inzwischen gehört die Besteigung jedoch fast schon zum touristischen Ritual. Am besten lässt sich der Berg am Morgen bei Sonnenaufgang besteigen. Dabei kann man auch das heilige Ritual der Mönche beobachten, die zu Unzähligen, wie an einer Perlenschnur aufgereiht, dem morgendlichen Gang durch die Stadt nachgehen, um Allmosen von den Einheimischen zu bekommen.

In der Umgebung von Luang Prabang findet sich die Pak Ou Cave, eine Höhle mit zahlreichen Buddhafiguren, die seit 1560 von laotischen Königen bei ihren Pilgerfahrten hierher mitgebracht wurden. Die Höhle kann man mit einem Boot ab Luang Prabang stromaufwärts erreichen. Fast jede Reiseagentur (Halbtagestrip um die 3,50 EUR) bietet den Ausflug zu den Höhlen an. Auf eigene Faust wird es schwierig die Pak Ou Cave zu erreichen, da man spätestens an der Flussmündung des Nam Ou in den Mekong mit einem Boot zur Höhle übersetzen muss. Verbinden kann man diesen Ausflug noch mit einem Besuch bei dem Wasserfall Tat Kuang Si, den man allerdings bei guter Kondition auch mit einem Leihfahrrad erreichen kann. Pro Wegstrecke sind es ungefähr 29 Kilometer.

Sollte man den Besuch von Luang Prabang um die Weihnachts- und Neujahrszeit in Erwägung ziehen, so sei darauf hingewiesen, dass es insbesondere zu dieser Zeit in Luang Prabang sehr voll werden kann und man womöglich ohne Zimmerreservierung auf der Straße steht! Die Zeiten haben sich seit der direkten Erreichbarkeit ab Hong Kong mit dem Flugzeug drastisch geändert, so dass es für viele Leute trendig wird, Weihnachten und Silvester in Luang Prabang zu verbringen. Auch Snobs und solche die es werden wollen finden den Weg in die Stadt. Schade drum!