Provinz Champasak
Zentrum des Südens
Die Provinz Champasak erstreckt sich bis an die Grenze von Kambodscha. Rund
500.000 Einwohner leben hier. Der Landstrich zählt zu einer der drei
großen Reiskammern von Laos. Die eigentliche Hauptstadt von Champasak ist
Pakse. Der Ort ist ein guter Anlaufpunkt für weitere Ausflüge in die
Umgebung.
Bekannt ist die Region vor allem durch Siphandone, dem südlichsten Landstrich. Hier befinden sich die 4000 Inseln im Mekong, die vom bierdeckelgroßen Eiland bis zur größten Insel Khong reichen. Der Mekong spaltet sich hier in mehrere Seitenarme - rund 14 Kilometer liegen zwischen den entferntesten Armen. Weiter südlich findet man den größten Wasserfall Asiens Khong Phapheng. Hier stürzen unglaubliche Wassermassen eines Seitenarmes des Mekong etwa 18 Meter in die Tiefe.
Einen Ausflug in eine ganz andere Richtung bietet eine Fahrt in das Bolaven
Plateau. Das Plateau ist bekannt für seinen Kaffeeanbau, der bereits zu
sozialistischen Zeiten durch die ehemalige DDR gefördert wurde. An allen
Stellen auf dem Bolaven Plateau entdeckt man noch heute viele Relikte aus
vergangenen Zeiten... Alte IFA LKWs und Mopeds der Marke Simson zieren die Wege
auf der Hochebene und Minoltanksäulen erinnern an Früher. Auch ein
Guesthouse im Stil der DDR Baucontainer findet sich im Pakxong.
Der Weg nach Pakxong ist nicht nur wegen des guten Kaffees einen Ausflug wert. Auf der Fahrtstrecke zwischen Pakse und Pakxong kann man immer wieder von der Hauptstraße abzweigen, um den Schildern zu den unzähligen Wasserfällen zu folgen.
An dieser Stelle ein paar Tipps: In Pakse kann man sich für ein oder zwei
Tage ein Motorrad ausleihen. Der Preis für eine Honda
Dream 125 ccm sollte pro Tag 6,- EUR nicht übersteigen. Sein Gepäck
kann man sicher und kostengünstig in Pakse in verschiedenen
Gästehäusern (Phonsavan Hotel beim Nazim Inder) einlagern, um z.B.
mit dem Motorrad einen Mehrtagesausflug in das Bolaven Plateau, nach Attapeu
oder in den Süden zu unternehmen.
Der Tad Fane Wasserfall ist ohne Umschweife der wohl schönste Wasserfall von Laos. In zwei großen Säulen stürzt hier das Wasser mehrere Meter in die Tiefe. Vom gleichnamigen Resort hat man den besten Überblick über das grandiose Naturschauspiel. Erreichen kann man den Wasserfall auf der Straße zwischen Pakse und Pakxong bei Kilometer 38. Auch der Wasserfall Saensuk Pasum ist einen Besuch wert. Durch ein thailändisches Projekt wurde an diesem Platz ein Naturreservat eingerichtet, in dem man auch sehr gut übernachten kann. Weitere Wege führen in umliegende Bergdörfer, in die man mit einem sachkundigen Guide wandern kann. Mehrtagesausflüge werden ab dem Naturreservat in verschiedenen Preiskatergorien angeboten.
Der Wat Phou bei Champasak ist ebenfalls ein sehr sehenswertes
Ausflugsziel. Wer Interesse an alter Khmer Architektur zeigt, kommt an diesem
Ort ganz sicher auf seine Kosten. Den Tempel erreicht man ab Pakse auf der
Straße 13 Richtung Süden. Am Abzweig nach Ban Muang folgt man der
Straße für weitere 4 Kilometer, um anschließend mit der
Fähre für 8.000 Kip (ca. 0,65 EUR) auf die andere Seite des Mekong
überzusetzen. Von hier aus sind es noch weitere 8 Kilometer bis zum
Tempel, der Ende 2002 zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Der Eintritt kostet
30.000 Kip (ca. 2,50 EUR). Auch Flussfahrten mit dem Slow Boat ab Pakse nach
Champasak sind möglich. Auskünfte darüber holt man sich in Pakse
in der Tourist Office.
Nach Siphandone gelangt man mit dem lokalen Bus ab Pakse in etwa drei Stunden Busfahrt vom südlichen Busbahnhof. Die Busse verlassen Pakse in Richtung Süden ab acht Uhr morgens bis zwölf Uhr mittags zu jeder vollen Stunde. Für eine einfache Fahrt bezahlt man 20.000 Kip (ca. 1,70 EUR).
Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, der ist auf Don Khong
besser aufgehoben als in Don Det und Don Khon. Die kleineren Inseln sind
weitaus touristischer erschlossen als die große Hauptinsel. Auf Don Khong
geht alles halt noch ursprünglicher zu. Trotzdem wird die Insel auch
für den Tourismus erschlossen. Bleibt zu hoffen, dass sie und ihre
Bewohner den typisch laotischen Charme behalten.