Cannabis
Nach Nepal wird es auch heute noch einige Leute ziehen, die auf der Suche nach Drogen sind. Gemeint ist damit das Cannabis. Denn neben dem Alkohol ist das Cannabis die Rauschdroge, die auf der Welt die weiteste Verbreitung gefunden hat. Bei dem geheimnisvollen Kraut handelt es sich um nichts anderes als den gemeinen Hanf, den man noch zu Urgroßvaters Zeiten ohne jeden Hintergedanken und nur zum Gewinnen von Fasern auf den Feldern anbaute.

Hanf ist eine relativ pflegeleichte Pflanze. Die einjährige, zweigeschlechtliche Pflanze wird etwa drei Meter hoch, blüht von Juli bis Ende September und hat frisch einen unangenehmen Geruch? Na ja, vielleicht für einige von uns.

Früher kam es nicht selten vor, daß auch in Deutschland der Bauer, da Tabak meist zu teuer war, einige Blätter des Krautes in seine Pfeife stopfte und ahnungslos den angenehmen Rausch genoß. Er ahnte nichts schlimmes! Warum denn auch?
 
 

Hanf stammt aus Persien und Ostindien, wurde aber schon in ältester Zeit in Europa verbreitet. Erste schriftliche Zeugnisse sind etwa 3000 Jahre alt. Die Assyrer und später die brahmanischen Priester in Indien benutzten seinen Rausch bei religiösen Riten. In einem chinesischen Heilmittelbuch wird der Stoff als Mittel gegen Verstopfung, Rheuma und Malaria empfohlen.
 
 

Cannabis war in vielen Kulturen als Rauschmittel bekannt. Sein Gebrauch wurde toleriert, war aber auch umstritten. In den islamischen Ländern wurde er zur Bewußtseinserweiterung geraucht, sowohl auf der Straße als auch in den Palästen der Khalifen.
 
 

Heute gehört Hanf zu einer weit umstritten Droge? Dabei gehört Cannabis als Rauschdroge in keine eigene Klasse, da es weder Stimulans, Beruhigungsmittel, Halluzinogen noch ein Narkotikum ist, aber von allen etwas besitzt. Als Hauptwirkstoff enthält das Cannabis das THC, welches vor allem auf das Serotonin im Gehirn wirkt. Die Wirkungen auf den Einzelnen sind sehr unterschiedlich. Manch einer wird sogar keine Wirkung feststellen können.

Tee
Neben Cannabis wird man in Nepal und ganz Asien vor allem auch auf den Tee treffen. Tee ist eine Genußdroge.

Seit mindestens 5000 Jahren wird Tee aus den Blättern des Teestrauches gewonnen. Seit gut 1500 Jahren ist er in China als Genußdroge weit verbreitet. Vor gut 3000 Jahren wurde der Tee den Indern und Arabern bekannt und von dort gelangte er auch nach Europa. Die Hauptanbaugebiete liegen heute in Indien, Sri Lanka, Japan, China und Thailand.

Der aufgebrühte Tee enthält den gleichen Wirkstoff wie der Kaffee, das Coffein.



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